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Wellness

Wellness - was heißt das eigentlich genau? Der Begriff setzt sich zusammen aus den englischen Worten well-being (Wohlgefühl) und happiness (Glücksgefühl). Sich wohl fühlen und glücklich sein. Wer will das nicht? In unserer hektischen Zeit sind aber viele Menschen zu gestresst, traurig oder überfordert, um sich wirklich gut zu fühlen. Das kann und sollte man ändern! Oft braucht es dafür gar nicht viel.

Erste Hilfe bei Stress

Bewegung an der frischen Luft! Sauerstoff und Sonnenlicht sind sehr wichtig für Körper und Seele. Darum sollte man dafür sorgen, immer ausreichend davon zu bekommen. Das geht ganz wunderbar bei einem Spaziergang. Wer es sportlicher mag, kann auch Walken oder Joggen. 20 Minuten reichen schon aus, um sich besser zu fühlen. Das funktioniert auch bei bedecktem Himmel. Es gibt also keine Ausreden!

schlafende Katze

Einfach mal nichts tun

Klingt einfach, ist es aber oft gar nicht. Viele Menschen vergessen, dass man auch zur Ruhe kommt, wenn man einfach gar nichts tut. Am besten aufs Sofa legen, Füße hoch, Augen schließen. Aber dabei bitte keine Probleme wälzen und auch nicht darüber nachdenken, was man alles noch erledigen muss. Wenn sich das Gedanken-Karussell so gar nicht anhalten lässt, innerlich immer wieder "Stop" sagen.

Autogenes Training (AT)

Der Begriff Autogenes Training oder besser gesagt, Training für autogene Entspannung, steht für von innen heraus erzeugte Entspannung, im Gegensatz zu von außen erwirkter Entspannung. Das heißt, die Entspannung soll aus sich selbst erzeugt werden, ohne einen Trainer oder eine Stimme vom MP3-Player.

Für den Anfang ist es allerdings leichter, diese umfassende Methode in einem Kurs vollständig zu erlernen, damit man sie dann zu Hause allein anwenden kann. Kennt man die einzelnen Formeln, die man sich in Gedanken vorsagt, erst mal auswendig, ist es ganz leicht, sich mit ihrer Hilfe zu entspannen.

Natur, grüne Wiese, Bäume, blauer Himmel

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (PMR)

Bei dieser Entspannungsmethode spannt man nacheinander bestimmte Muskelgruppen an, hält die Spannung ein paar Sekunden und lässt die Spannung dann wieder los. Dabei konzentriert man sich auf das Gefühl der Anspannung und anschließenden Entspannung der Muskeln. Mit ein bisschen Übung kann man auf diese Weise ganz wunderbar zur Ruhe kommen.

Meditation

Meditation ist eine ganz einfache Methode zum Entspannen. Der Sinn ist, komplett zur Ruhe zu kommen und einfach kleines Windlicht mit Teelicht gar nichts zu tun oder zu denken. Da dies aber den meisten Menschen in unserer Welt schwer fällt, sucht man sich am besten einen Gegenstand, auf den man sich konzentriert. Das kann ein Bild sein, eine Kerze, eine kleine Statue oder einfach ein beliebiger Punkt an der Wand. Gehen die Gedanken auf Wanderschaft, lässt man es kurz zu und kehrt dann gedanklich einfach wieder zum Gegenstand zurück. Das erfordert am Anfang ein bisschen Übung, aber mit der Zeit wird es immer leichter.

Yoga

Yoga ist eine moderne Form einer uralten indischen Lehre für Körper und Geist. Man führt bestimmte körperliche Übungen aus, die den Körper stärken und zu einer tiefen Entspannung führen können. Nach einer Stunde Yoga fühle ich mich erholt und geerdet. Es gibt etliche Variationen von Yoga und immer mal wieder taucht eine neue auf. Am besten man probiert verschiedene aus. Im Internet gibt es viele wunderbare Yoga-Seiten. yogabycandace.com ist eine meiner Lieblingsseiten. Es gibt dort viele kostenlose Yoga-Videos für verschiedene Lernstufen. Sind allerdings nur auf Englisch verfügbar.

EFT

EFT ist die Abkürzung für Emotional Freedom Technique zu Deutsch Technik für emotionale Freiheit, nach Gary Craig. Dabei werden nacheinander bestimmte Akupunkturpunkte am Körper mit den Fingern leicht geklopft. Darum nennt man diese Methode auch Klopfakupressur.

So geht man vor: Zuerst benennt man das Thema oder Gefühl, das man "beklopfen" möchte mit einem aussagekräftigen Wort. Dann bewertet man auf einer Skala von 1 bis 10, wie schlimm es ist. 1 bedeutet, gar nicht schlimm, 10 bedeutet, nicht auszuhalten. Danach klopft man mit 2 oder 3 Fingern nacheinander kräftig die einzelnen Punkte und spricht dabei das Wort laut aus. Nach ein paar Runden Klopfen bewertet man anhand der Skala das Gefühl neu. Hat es sich etwas verbessert? Ist es gleich geblieben? Ist es schlimmer geworden? (Das kommt selten vor. Dann auf jeden Fall weiter klopfen.) Im Idealfall wiederholt man das Klopfen, bis das Gefühl weg ist.

Klopf-Punkte:

  1. Am Anfang der Augenbraue
  2. Seitlich am Auge
  3. Unter dem Auge (Jochbein)
  4. Unter der Nase
  5. Am Kinn
  6. Auf dem Schlüsselbein (Ecke Brustbein)
  7. Unter dem Arm (seitlich am Körper, ca. 10 cm unter Achsel)
  8. Am Hinterkopf
rot-brauner Baum mit sehr vielen kleinen Ästen, davor eine Brücke aus alten Steinen und ein kleiner Bach

Kraftorte

Ein Platz nur für mich: Kraftorte sind Plätze, an denen wir emotional auftanken und uns total entspannen können. Diesen Ort solltest Du so schön und gemütlich wie möglich gestalten, so dass der Aufenthalt Entspannung und Freude bereitet.

Für jeden ist dieser Ort ein anderer. Das kann ein bestimmter Flecken in der Natur sein, ein besonders schöner Raum oder vielleicht sogar ein Platz, der nur in der Phantasie existiert. An diesen Kraftort kann man auch in Gedanken "reisen", wenn es mal nicht möglich ist, ihn in der Realität aufzusuchen.

Gut ist gut genug

Früher sollte bei mir immer alles perfekt sein. Ich wollte niemals einen Fehler machen. Das wäre eine Katastrophe gewesen. Was für ein Quatsch!! Das ständige Streben nach Perfektion macht krank (---> Burnout). Man setzt sich selbst unnötig unter Druck. Menschen werden niemals alles immer perfekt machen. Das ist unmöglich. Gut reicht völlig aus! Wer sich das immer wieder ins Gedächtnis ruft, der lässt sich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen, wenn mal etwas daneben geht oder nicht ganz rund läuft.